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Biosecurity Measures

Feststellung des Varroabefalls während der Imkereisaison

24 Apr 2023
Best practice

Es ist wichtig, den Varroabefall während der gesamten Bienensaison im Auge zu behalten. Es kann z.B. vorkommen, dass Völker bereits im Frühjahr einen hohen Varroabefall aufweisen. Es gibt zwei Methoden, um den Varroabefall festzustellen.

Methode 1

Die Varroabelastung kann durch die Gemülldiagnose festgestellt werden.

© Johanna Kóczán
© Kirsten Traynor
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Dabei wird ein Schieber (mit Öl bestrichen) in den Boden des Bienenvolkes eingesetzt.

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Lass diesen Schieber am besten mindestens 72 Stunden unter dem Bienenvolk verbleiben, um eine Aussage treffen zu können. 

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Die toten Milben fallen runter und können nun gezählt werden.

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Je nach Jahreszeit und Volksstärke sind „Schadschwellen“ bekannt, die möglichst nicht erreicht werden sollten. Diese liegen bei „starken“ Völkern im Sommer bei 5 bis 10 Milbe pro Tag, im Frühjahr und Herbst sollten nicht mehr als 2-3 Milben pro Tag fallen.

Methode 2

Andererseits ist auch das Auswaschen der Bienen eine hilfreiche Diagnosevariante.

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Bei dieser Variante wird eine Probe von circa 300 Bienen von einer Brutwabe entnommen.

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Diese Probe wird mit Seifenwasser ausgewaschen.

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Die Probe wird durch ein Doppelsieb gegossen und mit einem kräftigen Wasserstrahl ausgewaschen.  Im oberen Teil verbleiben die Bienen, im unteren Teil werden die Milben aufgefangen.

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Die Milben werden gezählt. Bei dieser Methode sollte eine „Schadschwelle“ von weniger als 3 Milben pro Biene angestrebt werden.

Varroa Behandlung: Werden die individuellen „Schadschwellen“ während der Bienensaison erreicht, ist es ratsam, diese Völker zu behandeln, und somit keinen Honig mehr aus diesen Völkern zu gewinnen.

Weiterführende Unterlagen

Comments

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1 Comment

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    Dietmar Uhlemann
    23/01/2024 at 16:20

    Das Monitoring des Milbenbefalls ist ein vom Imker unbedingt durch zu führende Maßnahme. Aber diesem Monitoring müssen sich weitere Maßnahmen anschließen. Das ist vor allem die bedarfsgerechte Behandlung. Sind keine Milben vorhanden bzw. liegt die Anzahl unter der Schadschwelle ist eine midikamentelle Behandlung nicht notwendig.

    Der zweite Schritt ist die Völker von der Nachzucht aus zu schließen, die eine hohe Varroabelastung haben. Wird diese Zuchtauslese konsequent betrieben, können in kürzester Zeit (6-10 Jahre) behandlungsfreie Völker erzielt werde.
    Dazu sind bereits Beispiele in der Imkerpraxis vorhanden (Imker in Finnland).

    Der Zucht einer Varroaresistenten Biene sollte bei allen Maßnahmen der Vorrang gegeben werden. Wir der gemeinnützige Landesverband Sachsen, Varroaresistenzzucht e.V. sind auf dem Weg zur flächendeckenden Resistenz und fordern alle Imker auf an diesem Ziel mitzuarbeiten.

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