Verwendung von Thymol zur Varroabekämpfung

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Verwendung von Thymol zur Varroabekämpfung


Alternative Varroabekämpfungsmethode, die sowohl in konventionellen, als auch Bio-Imkereien angewendet werden darf, Nicht als Einzelbekämpfungsmittel zu empfehlen

Thymol wird den Terpenalkoholen zugeordnet und ist Bestandteil von Pflanzen, insbesondere von Thymian, Oregano oder Ajiwan. Thymol kann sowohl aus den Pflanzen gewonnen, als auch synthetisch hergestellt werden (wie bei den meisten im Handel erhältlichen Tierarzneimitteln). Bei der Anwendung ist jedoch einiges zu beachten. Aus toxikologischer Sicht ist Thymol relativ unproblematisch, aber erhöhte Rückstände im Wachs/Honig, die über die sensorische Schwelle von 0,8-1,2 mg/kg Honig hinausgehen, können den Geschmack des Honigs beeinflussen und damit die Qualität des Produkts mindern. Der starke Geruch von Thymol könnte ebenfalls Räubereien auslösen.

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Thymolpräparate am besten nach der Honigernte anwenden, um sensorische Veränderungen im Honig zu vermeiden.
Die Außentemperaturen sollten im Durchschnitt über 15 °C und am Tag zwischen 20 und 25 °C liegen.
Offene Beuteböden müssen geschlossen oder durch feste Böden ersetzt werden. Das Flugloch ist auf eine normale Größe offen zu halten.
Es wird empfohlen, einen kleinen Teil der Auffütterung vor der Behandlung vorzunehmen, falls der Varroabefall und die Temperatur sterben.

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Das Volk öffnen und eventuell die Wachsbrücken entfernen, damit die Thymolstreifen besser aufliegen können.

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Schutzbrille aufsetzen und Gummihandschuhe anziehen.

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Legen Sie die entsprechende Anzahl der Plättchen (Anzahl gemäß Dosierungstabelle) auf die Wabenschenkel der Brutzarge (oberste Waben bei zwei Zargen).
Die Streifen sollten nahe dem Brutnest, aber nicht über dem Brutnest positioniert werden (idealer Abstand ca. 4 cm).

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Die Beute schließen und sicherstellen, dass mindestens ein Abstand von 5 mm zwischen den Plättchen und dem Beutedeckel besteht, damit das Thymol frei abdampfen kann. Plättchen nicht direkt mit einer Plastikfolie zudecken.

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Die Plättchen nach 3–4 Wochen entfernen.

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Eine zweite Anwendung kann unmittelbar nach der 1. Anwendung mit neuen Plättchen (Anzahl gemäß Dosierungstabelle) beginnen. Diese sind wiederum nach 3–4 Wochen zu entfernen

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Milbenabfall kontrollieren

Anwendung nach Trachtende.
Bienen können Futterreserven unter den Plättchen entfernen.
Brut kann direkt unter den Plättchen sterben.
Bei Außentemperaturen über 30 °C kann es zu Stress und erhöhter Stabilität von Bienen und Brut kommen.
Das Futter kann während der Behandlung aufgenommen werden.
Bei Überdosierungen können die Bienen den Bestand verlassen.
Hohe Anreicherung im Wachs.

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