Aufsetzen von Honigräumen

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Aufsetzen von Honigräumen


Praxis aus dem Themenbereich: Gute imkerliche Praxis/Schwarmverhinderung

optional: Absperrgitter
Zarge
Rähmchen mit Mittelwänden (10 Stück)

Erst wenn bestimmte Eigenschaften innerhalb des Volkes bzw. in der Umwelt eintreffen, kann erfolgreich aufgesetzt werden.

Siehe auch Praxis: Raumgabe – Erweiterung der Völker

Siehe auch Praxis: Ermittlung des Platzbedarfs des wachsenden Volkes

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Bester Zeitpunkt um das 1. Mal aufzusetzen

Der beste Zeitpunkt ist von Region zu Region unterschiedlich, aber viele ImkerInnen nennen die Kirschblüte als Indikator, um aufzusetzen. Grundsätzlich gilt: bei einsetzender Tracht lohnt es sich aufzusetzen (Bsp. Raps siehe Bild). Weiters: die Bruteinheit(en) müssen gut besetzt sein, bevor aufgesetzt wird. Eine Faustregel besagt: bei 6-8 Brutwaben (ca 80% der Bruteinheit) in der 1. Einheit und mindestens 4 Brutwaben in der 2. Einheit (wenn Zweiraumvolk). Warten Sie nicht, bis die gesamte Einheit besetzt ist, da dies zum verhonigen des Brutraumes führen kann, weil die Königin keinen Platz mehr hat ihre Eier zu legen.

© Jacek Jachuła
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Vorbereitung der Honigräume

Pro Bienenvolk ist mindestens ein Honigraum vorzubereiten. Der Honigraum kann aus ausgebauten oder nicht ausgebauten Mittelwänden/Rähmchen bestehen. Bei der Wahl ausgebauter Rähmchen ist darauf zu achten, dass diese noch nie bebrütet wurden. Um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass die Bienen die neue Einheit besser annehmen, kann man zu den Mittelwänden auch unverdeckelte Honigwaben hängen.

Optional kann man ein Absperrgitter vorbereiten, damit die Königin im Brutraum bleibt. Das mindert den Aufwand beim Abräumen der Honigräume während der Ernte.

© Kristina Gratzer
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Aufsetzen der Honigräume

Aufgesetzt werden kann

-über dem Hauptbrutnest

-zwischensetzen zwischen Brutnest und Honigraum (falls im Honigraum auch Brut vorhanden ist, bleibt die Einheit am Platz).

Imkern mit Absperrgitter: Vor dem Aufsetzen wird das Absperrgitter auf den Brutraum aufgelegt, dann wird der Honigraum auf den Brutraum aufgesetzt. Als Richtwert gilt: Absperrgitter zur Sommersonnenwende einfügen.

© Flemming Vejsnaes

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Weitere Tipps

Nach langer trachtloser Phase kann es sein, dass die Brut dem Honig nachwandert und sich in der untersten Einheit keine Brut mehr befindet. In diesem Fall setzt man den neuen Honigraum wie gewohnt auf, aber tauscht das Brutnest aus der obersten Einheit mit Leerwaben aus der untersten Einheit aus. Als Alternative kann die gesamte Einheit mit der untersten Einheit getauscht werden (Leerwaben gegen Brut). Danach setzt man jede weitere Honigeinheit direkt über das Brutnest (Zwischensatz).

Was ist zu tun, wenn die junge, heurige Königin im absperrgitterlosen System unterhalb der Honigvorräte mit der Eiablage beginnt? In diesem Fall kann man die Königin mit einzelnen Brutwaben in die unterste Einheit sperren (Absperrgitter einfügen), oder bei guter Tracht die Brut aus der obersten Einheit mit Leerwaben in der untersten Einheit tauschen.

Zu frühe Erweiterung kann zu folgenden Problemen führen:

-Raumschock

-Probleme mit dem Wärmehaushalt

-Einigeln

Zu späte Erweiterung fördert:

-Schwarmstimmung

-Verhonigung des Brutnests

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