Kontrollen auf Bienenkrankheiten vor der Standortverlegung von Bienenvölkern

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Kontrollen auf Bienenkrankheiten vor der Standortverlegung von Bienenvölkern


Praxis aus dem Themenbereich: Gute imkerliche Praxis/Verhinderung der Krankheitsübertragung beim Umsetzen von Bienen oder Rähmchen

Gesundheitszeugnis

Wenn Sie Ihre Bienenstöcke in andere Gebiete versetzen, achten Sie darauf, dass sie keine Krankheiten enthalten, um andere Bienenstöcke nicht zu kontaminieren und damit möglicherweise Krankheiten zu verbreiten, die noch nicht vorhanden waren.

Es kann von Vorteil sein, wenn Sie Ihre Bienen von einem trachtarmen Gebiet in ein trachtreiches Gebiet umsiedeln. Bedenken Sie jedoch, dass dies mit mehr Arbeit und Stress für Sie und die Bienen verbunden ist. Die in diesem Artikel behandelten Krankheiten und Parasiten sind Varroa, Amerikanische und Europäische Faulbrut (Paenibacillus larvae und Melissococcus plutonius), Nosema, Acariose (Acarapis woodi), Tropilaelaps und Kleiner Bienenstockkäfer (Aethina tumida) (die beiden letzteren wurden in Österreich noch nicht beobachtet). Wenn keine der oben genannten Krankheiten vorhanden ist, können Sie die Bienenstöcke umstellen. Wenn Sie Symptome feststellen oder Zweifel daran haben, müssen Sie sich bei anzeigepflichtigen Krankheiten an Ihre lokale Kontrollstelle wenden, woraufhin VeterinärmedizinerInnen zur Probenahme kommen werden. Verringern Sie die Flugöffnung des Bienenstocks, so dass jeweils nur eine Biene hindurchfliegen kann, um eine weitere Ausbreitung der möglichen Infektion zu verhindern. Bei nicht meldepflichtigen Krankheiten wenden Sie sich an eineN VeterinärmedinizerIn oder eineN ExpertIn für Bienengesundheit in Ihrem Verband. Wenn Sie also irgendetwas Ungewöhnliches an Ihren Bienen oder der Brut beobachten, bewegen Sie Ihre Bienenstöcke nicht, bis klar ist, was los ist.

© Peter Kozmus – Slowenien
© Peter Kozmus
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Inspektion der Bienenvölker

Inspektiere jeden Bienenvolk sorgfältig auf Anzeichen von Krankheiten wie Varroamilben, Amerikanischer oder Europäischer Faulbrut, Nosema und anderen Infektionen.

Achte dabei auf abnormales Verhalten der Bienen, ungewöhnliche Brutmuster oder andere Anomalien (verkürzter Hinterleib, verkrüppelte Flügel).

Varroa

Sie ist in Österreich überall präsent. Es ist jedoch wichtig, keine übermäßig infizierten Bienenstöcke in ein neues Gebiet zu bringen, um dort keine “Milbenbombe” einzuschleppen, die selbst normalerweise resistentere Bienenvölker infizieren und möglicherweise zum Zusammenbruch bringen kann. Zur Beobachtung von Varroa destructor-Milben siehe Praxis: “Feststellung des Varroabefalls während der Imkereisaison

© Kamiar Torabi
© Kristina Gratzer

Amerikanische Faulbrut

© Małgorzata Bieńkowska

Zur Beobachtung der Amerikanischen Faulbrut siehe Praxis “Visuelle Erkennung von AFB-typischen Zeichen“.

Europäische Faulbrut

Nur junge Larven sind für die Krankheit anfällig. Die Krankheit ist hochgradig ansteckend und kann viele Jahre lang in Honig, Wachs und Imkerwerkzeugen überdauern. Eine Praxis zur Visuellen Erkennung von EFB-typischen Zeichen folgt.

© Kamiar Torabi
© Kristina Gratzer

Nosema

© Kristina Gratzer

In gesunden Bienenvölkern verursacht dieser Darmparasit jedoch kaum schwere Symptome. Die Schädigung der Darmwand stört die Verdauung und hindert die Arbeiterinnen daran, sich selbst sowie die Larven, Drohnen und die Königin zu ernähren. Die Verbreitung erfolgt durch abwandernde Bienen und den Austausch von Beutenteilen durch ImkerInnen. Zu den Symptomen gehören:

-Schwellung des Abdomens

-Durchfall (siehe Bild mit Kot auf den Waben)

-Bienensterben

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